Sport in der Schwangerschaft » Alle Infos!

Viele werdende Mütter stellen sich mit Beginn der Schwangerschaft die Frage, ob sie auch weiterhin Sport machen können, beziehungsweise welcher Sport in der Schwangerschaft geeignet ist.

Diese Fragen lassen sich nicht pauschal und mit einem Satz beantworten, es gibt aber wichtige Orientierungspunkte.

Einfache Regeln für Sport in der Schwangerschaft

krafttraining schwangerschaft

Ein paar einfache Regeln vereinfachen die Entscheidung, ob und inwieweit Du Sport in der Schwangerschaft machen darfst.

Absprache mit dem Frauenarzt

Halte mit Deinem Frauenarzt und Deiner Hebamme Rücksprache: Erster Ansprechpartner bei solchen Fragen sind Frauenarzt und Hebamme. Sie haben genug Erfahrung in diesem Bereich und können Dir wichtige Informationen und Tipps geben.

Generell gilt, dass wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt, Sport auf jeden Fall möglich und auch empfohlen ist.

Sportkurse


Besuche einen Sportkurs in der Schwangerschaft: Jede Stadt bietet Vorbereitungskurse für Schwangere an. Diese sind auch im Bereich Sport zu finden.

Wenn Du keine Kurse finden kannst, kannst Du Dir über Deine Krankenkasse geeignete Angebote geben lassen.
Sie zahlt auch für einen Vorbereitungskurs, der von dafür ausgebildeten Personen geleitet wird. Meistens sind es

  • Yoga,
  • Pilates
  • und Schwimmen.

Höre auf Deinen Körper

Eine Schwangerschaft ist für Deinen Körper eine Belastung, wenn auch eine sehr positive. Du wirst selbst merken, dass Du jetzt nicht mehr so ausdauernd und energiegeladen bist, denn das Baby wird bestmöglich versorgt und Dein eigenes Energielevel sinkt. So ist es auch beim Sport.

Bewegungen werden Dir, vor allem mit wachsendem Bauch, nicht mehr so leicht fallen wie zuvor. Eventuell empfindest Du auch bei bestimmten Bewegungen Schmerzen.
Hier solltest Du stoppen und auf die Signale Deines Körpers hören. Dann schadet es weder Dir, noch dem Baby.

Achte außerdem darauf, dass Dein Puls nicht über 140 liegt, da das Herz-Kreislaufsystem sonst zu sehr belastet wird.

Tipp: Hier hilft eine Pulsuhr, um das Herz-Kreislaufsystem bestmöglich zu überwachen.

Sport vor der Schwangerschaft fortsetzen?

Wenn Du bereits zuvor Sport getrieben hast, kannst Du diesen (wenn er nicht zu den Risikosportarten gehört) auch in der Schwangerschaft fortsetzen, da Dein Körper die Belastung bereits kennt.

Deine Leistung wird automatisch durch Deinen Körper eingeschränkt und gedrosselt werden, doch Achtung:
Lasse dies auch unbedingt zu und versuche nicht, über diesen Punkt hinwegzutrainieren!

Gönne Dir mehr Ruhephasen und Entspannung: Der Körper braucht durch die doppelte Versorgung mehr Energie. Genehmige Dir deswegen öfter eine Pause und entspanne bewusst.

Sportarten, die sich in der Schwangerschaft eignen

Es gibt Sportarten, die besonders Schwangeren empfohlen werden, die aber auch außerhalb der Schwangerschaft praktiziert werden können. Dazu gehört vor allem das Schwimmen.

Es entlastet den gesamten Körper, besonders den immer stärker belasteten Rücken, und ist eine gute Ausdauersportart. Auch Walken gehört dazu und wird als Sportart während der Schwangerschaft empfohlen.

Ebenso sind Yoga und Pilates sanfte Trainingsmöglichkeiten. Sie bereiten Dich sogar auf die Geburt und die Umstellung des Körpers in der Schwangerschaft vor, da der Beckenboden trainiert wird.

Gezielte Übungen für den Rücken, den Beckenboden und die typischen Problemzonen Bauch- Beine- Po sind ebenso sinnvoll. Alle diese Sportarten kannst Du auch erst in der Schwangerschaft beginnen und Du wirst merken, dass sie Dir guttun.

Welche Sportarten sind nicht sinnvoll in der Schwangerschaft?

Alles, was ein Risiko darstellt, sollte in der Schwangerschaft vermieden werden. Dazu gehören unter anderem Extremsportarten wie

  • Klettern,
  • Mountainbiken,
  • Bodybuilding,
  • Reiten,
  • Fallschirmspringen

Es geht darum, dass die Verletzungsgefahr hoch ist und auch das Baby dadurch verletzt werden oder es im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt kommen kann.

Joggen in der Schwangerschaft solltest Du mit Deinem Arzt individuell abklären, da es auch eine starke Belastung für das Becken ist.

Kann ich Krafttraining machen?

Mit dem eigenen Körpergewicht und leichten Gewichten kannst Du auch Krafttraining in der Schwangerschaft machen. Sprich aber vorher definitiv mit Deinem Arzt darüber. Schwere Gewichte und Training im dritten Trimester sind nicht ratsam, da die Belastung zu stark ist.

Tipp: Auch ohne Gewichte ist ein effektives Krafttraining möglich.

ᐅ Sportarten während der Schwangerschaft im Überblick:

  • JA: Yoga, Pilates, Schwimmen, Walken, Dehn- und leichte Kraftübungen
  • NEIN: Reiten, Mountainbiken, schweres Bodybuilding, Klettern, Fallschirmspringen
  • VIELLEICHT: Krafttraining nach Absprache mit dem Arzt

Kann ich Sport auch zu Hause machen?

Viele Kurse werden auch online angeboten. Bei Videokanälen oder Online-Fitnessstudios gibt es spezielle Programme, extra für Schwangere.
Diese sind auch nach den verschiedenen Trimestern aufgegliedert.

Sport in den einzelnen Trimestern

Im ersten Trimester, also den ersten drei Monaten, stellt sich der Körper auf die Schwangerschaft ein. Hier fehlt vielen oft die Energie für Sport.

Auch sollte das normale Trainingsprogramm reduziert werden, um das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren.

Im zweiten Trimester ist mehr Sport möglich. Der Embryo hat sich fest eingenistet und der Körper hat sich umgestellt.
Es darf trotzdem nicht übertrieben werden, da es sonst zu einer Gefährdung des Babys kommen kann.

Im dritten Trimester ist es durch den Bauch schwierig, viele Bewegungen auszuführen. Mach nur noch das, was ohne viel Anstrengung geht.
Achte in dieser Phase gut auf Dich, sonst ist die Gefahr der Frühgeburt ebenfalls gegeben.

  • ACHTUNG: Nicht überanstrengen!
  • 1. Trimester: leichtes Training
  • 2. Trimester: mehr Training möglich
  • 3. Trimester: leichtes Training

Sport in der Schwangerschaft ist gut!

Selbst wenn Du blutiger Anfänger bist: Betreibe in der Schwangerschaft leichten Sport, besonders für die Rückenmuskulatur. Dadurch wirst Du die Schwangerschaft und auch die Geburt körperlich leichter überstehen.

Auch die Psyche entspannt und beruhigt sich durch die regelmäßige Bewegung, so dass Du rundum entspannt auf Deinen neuen Lebensabschnitt blicken kannst.

Fazit

Wenn eine Freundin oder ein Familienmitglied auch schwanger ist, dann nehmt euch gegenseitig an die Hand und probiert die verschiedenen Sportarten aus. Das könnt ihr auch gerne zu Hause machen und dabei gleich einen gemütlichen Abend daraus gestalten.

Tipp: Kocht euch etwas, macht Sport und redet. Auch Dein Partner kann Dich bei Deinem Sportprogramm unterstützen.

Beim Sport wirst Du viele andere Schwangere kennenlernen, mit denen Du Dich über Fragen und Probleme austauschen kannst.
Das gibt Dir zusätzlich Gelassenheit.

Sport in der Schwangerschaft » Alle Infos!: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
5,00 von 5 Punkten, 1 Stimme/n.
Loading...

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.