Spermidin und seine positiven Wirkungen auf den Körper

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Sebastian ist Sportwissenschaftlicher, Fitness-Fanatiker und Intervallfasten-Enthusiast! Beinahe täglich beschäftigt er sich mit den Auswirkungen des Fastens, mit gesunder Ernährung und möglichen Methoden, um den Körper langfristig fit zu halten.

Die Wirkung von Spermidin wird oft als natürliches Anti-Aging bezeichnet. Den guten Ruf verdient sich Spermidin durch mehrere Effekte auf den menschlichen Organismus.

Zwar sind viele der Effekte noch nicht vollends erforscht, aber Studien an Vergleichsorganismen legen nahe, dass auch wir von einer hohen Konzentration des Stoffs in unserer Nahrung profitieren.

Spermidin ist ein Bestandteil unserer Körperzellen, der erstmalig aus Sperma extrahiert wurde. Daher leitet sich auch der Name des Stoffes ab. Spermidin kommt allerdings nicht nur im Sperma, sondern in allen Körperzellen vor.

Dort wirkt Spermidin in erster Linie unterstützend zur Erhaltung der Funktionalität der Zellen und somit zur Gesundheit des gesamten Körpers.

Spermidin begünstigt Autophagie: So hilft es den Zellen beim Recycling

sojabohnen

Der Begriff Autophagie beschreibt einen Stoffwechselprozess innerhalb einer Zelle, bei dem ansonsten unbrauchbare Zellbestandteile abgebaut und recyclet werden.

Die Bezeichnung dieses Vorgangs setzt sich aus der griechischen Vorsilbe für das Selbst (auto-) und dem Begriff für Essen (-phagie)zusammen. Durch das Recycling von Zellbestandteilen liegen wieder neue Bausteine für die Synthese gesunder Zellkomponenten vor.

Insbesondere im Kontext von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei Demenz scheint Spermidin eine vorbeugende Wirkung zuzuschreiben zu sein. Da durch die Autophagie nicht zuletzt die Mitochondrien profitieren und dieses Zellorganell Energie für die Zelle bereitstellt, ist die Wirkung von Spermidin besonders signifikant auf die Zellen des Herzens. Durch leistungsstarke Mitochondrien wird die Funktion des Herzens begünstigt.

Bei Erkrankungen des Nervensystems wie der Demenz wird ein ähnlicher Effekt des Stoffes vermutet. Da die Autophagie fehlerhafte Zellbestandteile entfernt, ist die Hoffnung groß, dass Spermidin auch bei Nervenzellen diesen Effekt verstärkt.

Eine spermidinreiche Ernährung könnte also dafür sorgen, dass auch Nervenzellen geschützt werden, da die Autophagie angekurbelt wird. Spermidin hilft dabei, frühzeitig Fehler in einzelnen (Nerven-) Zellen zu beheben.

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Spermidin steht womöglich im Zusammenhang mit einem langen Leben

Während der Jugend ist die Konzentration von Spermidin in den Körperzellen deutlich höher als in späteren Lebensjahren. Da an Versuchsorganismen beobachtet wurde, dass die Gabe von Spermidin für eine längere Lebensdauer sorgt, liegt die Vermutung nahe, dass dies auch beim Menschen zutrifft.

Jedoch ist diese Kausalität noch nicht eindeutig durch Studien belegt. Da Spermidin die Autophagie begünstigt, ist davon auszugehen, dass sich Spermidin positiv auf die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer einzelner Zellen und somit auf den gesamten Organismus auswirkt.

Neben der Autophagie wirkt sich Spermidin auch vermutlich auch entzündungshemmend aus. Die genauen Mechanismen werden derzeit noch erforscht, jedoch deutet vieles darauf hin, dass Spermidin einen positiven Effekt beim Krankheitsverlauf einer Entzündung aufweist.

Außerdem gehen Forscher davon aus, dass der Stoff sich auch auf den Fettstoffwechsel auswirkt und diesen ankurbelt. Des Weiteren fördert Spermidin auch das Haarwachstum. Zwar sind noch nicht alle Effekte von Spermidin auf den Menschen erforscht, aber es werden mehrere positive Wirkungen vermutet.

Da der Stoff über die Nahrung aufgenommen werden kann und eine Überdosis kaum möglich ist, kannst Du von einer spermidinreichen Ernährung profitieren.

So kannst du es über die Nahrung aufnehmen

Spermidin kommt natürlicherweise in unserer Nahrung vor. Einige Lebensmittel weisen einen besonders hohen Spermidingehalt auf. Dazu gehören unter anderem:

  • Sojabohnen und Sojaprodukte wie Tofu. Fermentierte Sojaprodukte weisen noch mehr Spermidin auf.
  • Weizenkeime, die bei der Mehlproduktion nicht verwertet werden, bieten den höchsten Spermidingehalt des gesamten Korns. Generell sind Vollkornprodukte gute Spermidinquellen. Bei einer Weizenunverträglichkeit bietet sich Reiskleie an, um genügend Spermidin aufzunehmen.
  • Kohlgewächse wie Brokkoli und Blumenkohl sind ebenfalls reich an Spermidin.
  • Nüsse und Kerne bieten ebenfalls viel Spermidin. Besonders hervorzuheben sind Kürbiskerne und Kürbiskernöl.

Besonders spermidinreiche Lebensmittel bieten auch zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine, sodass diese gleich mehrfach gut für den menschlichen Organismus sind. Insbesondere die Mediterrane Küche nutzt viele Lebensmittel, die spermidinreich sind.

Übrigens: Wer seine Autophagie zusätzlich unterstützen möchte, kann Spermidin auch in Kapselform in Form einer Nahrungsergänzung und damit in besonders hoher Dosierung zu sich nehmen.

Ähnlicher Effekt wie beim Fasten

Fasten regt genau wie Spermidin die Autophagie einer Zelle an. Durch den Mangel an Nährstoffen von außen, bezieht der Organismus beim Fasten Energie aus sich selbst. Energiereserven werden verstoffwechselt. Spermidin, das über die Nahrung in den Organismus gelangt, hat einen vergleichbaren Effekt.

Wissenschaftler sprechen bei solchen Substanzen von calorie restriction mimetic. Also von Stoffen, die eine geringe Kalorienzufuhr nachahmen. Da es auch beim Fasten zu einer geringen Kalorienzufuhrt kommt oder diese sogar ganz ausbleibt, ist der Effekt des Spermidins dem des Fastens in vielen Punkten sehr ähnlich.

Wenn für dich komplettes Fasten keine Option ist, kannst du auf besonders spermidinreiche Lebensmittel zurückgreifen, um auch beim Scheinfasten einen hohen Effekt zu erreichen.

Quellen
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Spermidin
  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6128428/
  • https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/spermidine

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