Kurkuma » So wirkt das Super-Gewürz

Kurkuma ist ein Gewürz mit besonderer Heilwirkung und aus einer gesunden Küche kaum wegzudenken.

Welche Wirkungen die Pflanze enthaltet, warum Kurkuma sogar bei Krebs helfen kann und welche Anwendung die Richtige ist, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist Kurkuma?

kurkuma anwendung

Intervall-Fasten.net Superfood-Check: Kurkuma
  • Nährstoffdichte:
     hoch 
  • Gesundheitsfaktor:
     hoch 
  • Nebenwirkungen:
     gering 
  • Größter Vorteil:
    Die Heilwirkungen sind größtenteils wissenschaftlich nachgewiesen.
  • Größter Nachteil:
    Deutliche Überdosierungen können zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall führen.

Kurkuma ist ein besonderes Gewürz, das uns zahlreiche gesundheitliche Vorteile verspricht. Das Gewürz ist auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Kurkume
  • Gelber Ingwer
  • Safranwurzel
  • Gelbwurz
  • Gilbwurz

Wie der Name “Gelber Ingwer” schon vermuten lässt, ist die Pflanze zur Familie der Ingwergewächse zuzuordnen.

Die krautige Pflanze, die bis zu einen Meter hoch wächst, fällt vor allem durch ihr Ingwerartiges Rhizom (sozusagen die Knolle) auf, welches eine intensiv gelbe Farbe aufweist.

Ursprünglich stammt Kurkuma aus Südostasien, wird aber heutzutage auch in Indien und Südamerika angepflanzt.

Der Geschmack von Kurkuma: Auch wenn Kurkuma dem Ingwer sehr ähnlich sieht, unterscheiden sich die beiden Knollen geschmacklich. Kurkuma verleiht Deinem Essen einen würzigen und leicht bitteren Geschmack. Neben der gelben Verfärbung der Speisen durch den Stoff Kurkumin, sorgt es außerdem für einen leicht erdigen Geschmack.

Die Wirkung der Kurkuma Pflanze

Kurkuma hat den Ruf eines Superfoods und wird zurecht auch “Gewürz des Lebens” oder gar “Zauberknolle” genannt. Doch welche Inhaltsstoffe machen Kurkuma eigentlich so interessant und welche Wirkungen kann es im Körper entfalten?

Inhaltsstoffe von Kurkuma

Insgesamt konnten in Kurkuma über 90 Inhaltsstoffe nachgewiesen werden. Wir konzentrieren uns auf die wichtigsten, die wir in einer Tabelle für Dich zusammengefasst haben:

wichtige MineralienKurkuma ist eine hervorragende Quelle wichtiger Mineralien wie Eisen, Zink, Calcium, Magnesium, Mangan, Kupfer, Kalium und Natrium. Diese Mineralien sind an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt und gewährleisten einen gesunden Organismus.
CurcuminDas Curcumin gilt als wichtigster Inhaltsstoff von Kurkuma. Der Stoff, der auch als E100 bezeichnet wird, ist nicht nur Geschmacksträger und verantwortlich für den gelbe Farbe, denn er hat auch essentielle gesundheitliche Funktionen – dazu mehr im Kapitel Wirkungen von Kurkuma.
ätherische ÖleKurkuma enthält rund 5-7 Prozent ätherische Öle, die zahlreiche gesundheitliche Wirkungen hervorrufen sollen und unter anderem gegen Krebs, Entzündungen, Arthrose und Tumore helfen sollen.
wichtige SäurenKurkuma enthält unter anderem Kaffeesäure, Ferulasäure und Kaffeesäurederivate. Diese wirken beruhigend auf Magen und Darm und schützen den Magen vor Erkrankungen.

Neben den genannten Inhaltsstoffen sind es auch Stärke, Proteine, Ballaststoffe und Vitamine, die Kurkuma so wertvoll machen und für die Heilwirkung verantwortlich sind.

Kalorien & Makronährstoffe pro 100 g:

Brennwert1491 kJ
Kalorien356 kcal
Fett9,9 g
davon gesättigte Fettsäuren2,87 g
Kohlenhydrate58,2 g
davon Zucker57,62 g
Eiweiß7,8 g

Doch welche Wirkungen zeichnen Kurkuma nun aus und bei welchen Krankheiten verspricht eine Ernährung mit reichlich Kurkuma wirklich Linderung?

Die Wirkungen von Curcumin

Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff der Kurkuma-Wurzel, welcher bedeutende und wissenschaftlich nachgewiesene Heilwirkungen besitzt.

Der gelb-orange Farbstoff, der in der Lebensmittelindustrie als E100 bezeichnet und als Färbemittel für Lebensmittel genutzt wird, zeigt erstaunliche Wirkungen gegen zahlreiche Krankheiten.

Kurkuma soll uns dank dieses Wirkstoffes vor

  • Alzheimer,
  • Entzündungen,
  • Magen-Darm-Problemen,
  • und sogar Krebs schützen.

Für den wissenschaftlichen Nachweis sorgten die Universitäten Kiel, Jena, Frankfurt und Hohenheim, die in mehreren Zellkulturstudien die positiven Wirkungen von Kurkuma auf den Körper untersucht haben.

Das Ergebnis: Die Wissenschaftlicher untersuchten die antientzündlichen, genregulatorischen und antioxidativen Wirkungen, die das Färbemittel in Kurkuma zum Heilmittel machen. Die Vermutungen haben sich drastisch bestätigt: Der Pflanzenstoff verstärkt die körpereigenen Schutzmechanismen und wirkt protektiv im Körper. Dadurch ermöglicht Curcumin einen umfassenden Schutz vor Krankheiten und zeigt sogar eine krebshemmende Wirkung (den wissenschaftlichen Bericht kannst Du hier nachlesen).

Der Pflanzenstoff ist also zurecht ein wichtiger Wirkstoff in der Kurkuma Knolle und schützt vor Entzündungen und Zivilisationskrankheiten.

Auch unsere Verdauung profitiert

Eine weitere bekannte Wirkung von Gelbwurz: Die Pflanze soll die Verdauung fördern und durch ihre antientzündliche Wirkung auch für Magen und Darm nützlich sein.

Und so wirkt Kurkuma auf unsere Verdauung:

  • Die Leber wird dazu angeregt mehr Gallensäure auszuschütten, was die Verdauung von Nahrungsfetten deutlich erleichtert.
  • Durch die vermehrte Leberaktivität werden Blähungen, Völlegefühl und allgemeine Magen-Darm-Probleme effektiv gelindert.
  • Die Inhaltstoffe von Kurkuma schützen durch ihre antientzündliche Wirkung weiterhin vor Darmentzündungen, wie eine Studie der University of Texas herausfand (Quelle).
Achtung: Die Forschungsergebnisse der Kurkuma Pflanze auf die Verdauung sind noch mit Vorsicht zu genießen. Die Studien wurden bislang nur im Labor und an Tieren vollzogen – inwieweit diese vollständig auf den Menschen übertragbar sind, ist noch nicht vollständig geklärt.

Kurkuma entgiftet

Weitere Studien haben gezeigt, dass Kurkuma bei der Entgiftung des Körpers förderlich sein kann.

Verantwortlich dafür ist die Reduzierung von oxidativem Stress, der verantwortlich sein kann für eine Vielzahl von Krankheiten.

Gelbwurz unterstützt die Ausleitung von Quecksilber im Körper und hilft somit bei der Entgiftung.

Kurkuma bei Krebs

Richtig bekannt wurde das Gewürz durch Meldungen, in denen Krebspatienten durch die Einnahme von Kurkuma-Tabletten ihre Beschwerden lindern konnten.

Doch wie kann Kurkuma bei Krebs helfen?

Es konnte nachgewiesen werden, dass Kurkuma auf krebsverursachende Faktoren (wie beispielsweise die Schädigung der DNS) einwirkt und somit prophylaktisch gegen Krebserkrankungen wirkt.

Doch Kurkuma wird nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch bei bestehenden Therapien eingesetzt.

Therapiebegleitend zur Chemo- und Strahlungsbehandlung kann der gelbe Ingwer die Metastasenbildung verlangsamen und die Behandlungserfolge festigen.

Übrigens: Verantwortlich für den krebshemmenden Effekt ist auch in diesem Fall der Inhaltsstoff Curcumin, da er unter anderem die Zellmembranen stärkt und uns somit vor Krankheiten schützt.

Anwendung und Dosierung

Es gibt zahlreiche Darreichungsformen und Anwendungsmöglichkeiten von Kurkuma.

Beliebte Einnahmemöglichkeiten sind Gelbwurz als klassisches Gewürz, in Form von Kapseln oder Tabletten oder als Kurkuma-Tee.

Kurkuma als Gewürz

Die klassische Anwendung ist Kurkuma als Gewürz zur Verfeinerung von leckeren Rezepten.

Bei der Anwendung solltest Du darauf achten nicht zu viel Kurkuma zu verwenden.

In kleinen Mengen wertet das Gewürz das Gericht geschmacklich auf – verwendest Du jedoch zu viel, kann das Essen bitter schmecken.

Zu diesen Rezepten und Gerichten passt Kurkuma unter anderem:

  • zu Rührei oder Omelette
  • zur Verfeinerung von Duftreis (verwende am besten Jasminreis)
  • als Zutat in einem leckeren Smoothie aus saisonalen Früchten

Kurkuma Kapseln

Die leichteste und unkomplizierteste Anwendungsform ist die Einnahme von Kurkuma Kapseln oder Tabletten.

In diesem Fall profitierst Du am meisten von den gesundheitlichen Vorteilen, da das Kurkuma in diesem Fall höher dosiert ist und mehr von den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen enthalten ist.

Beim Kauf der Kapseln solltest Du darauf achten, dass das Produkt eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist und keine schädlichen Zusatzstoffe enthalten sind.

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Kurkuma Tee

Besonders bei Erkältungen oder geschwächtem Immunsystem beliebt: Ingwer-Kurkuma-Tee.

Diese Kombination besticht durch folgende Vorteile:

  • heizt den Stoffwechsel ein und hält Krankheitserreger fern (verantwortlich ist der Ingwer)
  • wirkt antibakteriell und entzündungshemmend (diese Wirkung ist dem Kurkuma zu verdanken)

Diese Wirkstoffkombination wird auch als “natürliches Antibiotikum” bezeichnet und ist die optimale Waffe gegen Erkältungen und winterliche Temperaturen.

Dosierung beachten!

Besonders wenn Du Dich für die Einnahme von Kurkuma in Kapselform entscheidest, sollte die richtige Dosierung beachtet werden.

Von dem Kurkuma-Extrakt (Kurkumin) sollte ein Erwachsener täglich zwischen 1,2 und 1,8 Gramm einnehmen.

Bei der frischen Wurzeln oder dem gehackten Pulver können es sogar bis zu 3 Gramm täglich sein.

Besonderer Anwendungstipp: Kombiniere die Kurkuma Einnahme mit schwarzem Pfeffer. Das enthaltene Piperin sorgt für eine deutlich bessere Aufnahme der Wirkstoffe und somit für bessere Resultate.

Mögliche Nebenwirkungen

Auch wenn sie selten sind – bei deutlicher Überdosierungen sind Nebenwirkungen möglich. Folgende Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Kurkuma sind bekannt:

  • Durchfall, Brechreiz und allgemeine Magen-Darm-Beschwerden
  • Übelkeit und Sodbrennen
  • Aufgepasst: Kurkuma färbt stark ab!
Wer Kurkuma nicht einnehmen sollte: Von der Einnahme absehen sollten Kinder, Schwangere und Stillende, sowie Menschen mit Leber- oder Gallenentzündung. Personen, die Medikamente einnehmen, sollten die Einnahme zuvor mit einem Arzt besprechen.

Fazit

Kurkuma oder Gelbwurz ist ein ganz besonderes Gewürz. Das Superfood entfaltet unzählige positive Wirkungen in unserem Körper und das beste daran: All diese Wirkungen sind wissenschaftlich nachgewiesen.

Wenn Du also Deiner Gesundheit etwas Gutes tun möchtest und gleichzeitig Deine Rezepte aufwerten willst: Versuch es einfach mal mit dem Kurkuma-Gewürz!

Für Menschen die mehr von der Wirkung spüren möchten, empfiehlt sich die Einnahme von Kurkuma in Kapselform.

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